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Saturday, 25. april 2009 6 25 /04 /Apr. /2009 21:21
Immer wieder suche ich meine kraft aufs neue...fange neu an sie in meinen worten, meinen bildern, meinem gesang, meinen tränen zu suchen. Ich sitze hier und schreibe – es ist länger her, dass ich für mich geschrieben habe. Sie hat mich motiviert. Eine neue bekanntschaft in meinem leben – hat neue spannung in mein leben gebracht, interesse, einblick, lachen, kritik, kontakt. Es ist keine dieser körperlichen spannungen, sondern mehr dieser zauber des kennenlernens, des näher kommens, teilens von momenten, die frage „wie viel will ich zulassen?“...ich habe aufgehört darüber nachzudenken, denn jedes kennenlernen ist ein geschenk habe ich festgestellt. Recently diese spannungsmomente sind rarer geworden, haben sich versteckt als hätten sie angst vor mir. Ich hatte wohl eher angst, vor der enttäuschung der anderen durch meine unvollkommenheit und mein scheitern der vergangenen monate. Ich hatte angst, meine verlorenheit würde erkennbar sein. Und nun sitze ich hier, mit neuer kraft in mir, in meinem herzen, meiner erinnerung an gespräche und lachen und an lesen und mit neuer kraft für den moment. Es gibt so kleine momente der wahrheit, da scheint irgendwie alles klar zu werden. Du weißt was du kannst ohne daran zu zweifeln, du weißt was du willst ohne ängstlich die risiken zu bedenken, du tust weil du es fühlst. Und deshalb tanzen meine finger über die tastatur meines notebooks, das ich viel zu oft für anderes in verwendung habe und sehe innere bilder des erfolges. es sind keine bilder von geld oder pokalen oder dergleichen, nein, es sind bilder mit einem lächeln im gesicht, mit zufriedenheit und glück in den augen, sie strahlen. Wenn ich an meine seelengefährtin denke, strahlen auch meine augen, sie strahlen wenn ich an die schönen momente meiner guten freundinnen denke, meinen bekanntschaften und unterhaltsamen, berührenden situationen mit menschen, die ich vielleicht nicht einmal kenne. Whatever. Meine neue bekanntschaft hat mir neuen wind für mein segel verpasst. Und meine reise geht weiter...der nächste hafen wartet schon und hält spannendes für mich bereit...
von Hexenkessel
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Sunday, 21. december 2008 7 21 /12 /Dez. /2008 20:13

Rückkehr nach Madrid, 17. Oktober 2008


Es ist schon eigenartig wie das Leben manchmal so läuft. Nie hätte ich gedacht, dass ich diesen langersehnten Auslandsausfenthalt abbrechen würde. Nie hätte ich gedacht, dass ich eine Krankheit an mir selbst übersehen würde. Nie hätte ich gedacht, dass mich eine tiefe Depression treffen könnte. Immer war ich in der Hoffnung alles in meinem Leben unter Kontrolle zu haben. Ich hatte mich selbst in der Kontrolle, hab immer weitergemacht auch wenn mein Wohlbefinden und meine Gesundheit dagegen sprachen. Nach und nach hatte ich immer öfter versagt, Pläne verworfen oder Aktionen abgebrochen, was bewirkte, dass ich mir noch mehr Druck und Vorwürfe machte, faul und schwach zu sein.

Meine Entscheidungen waren „kluge“ Entscheidungen, mein Gefühl dafür hinkte meistens hinterher. Alles sollte mich „weiterbringen“ sowohl auf individueller, persönlicher Ebene als auch beruflich, finanziell usw.

Viele meiner Lebensentscheidungen bis jetzt waren nie richtig erfüllend und das tut mir von Herzen weh.

Nun sitze ich hier in meinem angemieteten Zimmer in Madrid. Ein schönes Hellblau des Raumes und eine große Landkarte der iberischen Halbinsel vor meinen Augen. Das Nachlämpchen in blau tut sein beruhigendes dazu, nebenher die Musik von Moby.

Alles irgendwie traurig hier. Ich sehe aber auch vieles was ich in meinem schlechten Zustand vor einem Monat nicht sehen konnte. Die Sonne schien heute und es war warm, die Luft war angenehm auf der Haut, aber der Herbst schon deutlich spürbar. Madrid scheint nicht so trist zu sein, wie es mein Eindruck war.

Monica hat mein Zimmer schön hergerichtet, sogar einen Teppich hat sie mir auf diese wunderschöne Holztruhe gelegt...Die Clown-Bilder sind kitschig, aber erinnern mich an die 90er Jahre und passen wunderbar zum hellblau hier.

Ich bin so müde. Und ich merke, meine Entscheidung mein Erasmus-Semester abzubrechen, war die richtige Entscheidung. Trotzdem spüre ich Wehmut und Angst. Wehmut, weil mein Traum vom spannenden, positiv bereichernden, ausgelassenen Auslandssemester zerplatzt ist. Angst, weil ich nicht sicher bin, was vor mir liegt, weil die Vorstellung, finanziell noch bedrängter zu sein, schrecklich ist.

Aber ich bin ruhiger geworden und das zeigt mir schlicht, dass meine Entscheidung stimmig ist. Ich habe aufgehört gegen mich selbst zu kämpfen. Nach so vielen Jahren stehe ich mir meine eigene Kraftlosigkeit zu, genehmige meinem Körper und vor allem meinem Kopf (das wird schwer) die nötige Ruhe. Die Reise nach Madrid und alles was sie mit sich gebracht hat, ist eine unglaubliche Bereicherung gewesen: ich habe gesehen wie viel Kraft ich aufbringen kann auch wenn ich unter Schmerzen leide und wenn mein Körper extrem krank ist, ich habe gesehen, dass ich trotz gewaltiger Sprachbarrieren auf Leute zugehen kann, ich habe gesehen, dass die Welt anders und erlebenswert ist. Ich habe auch gesehen, dass mich Madrid auf einem Umweg zu mir selbst gebracht hat. Eigentlich war es das was ich wollte, mehr zu mir selbst kommen. Ich weiss jetzt zumindest was die letzten Jahre alles falsch gelaufen ist, wie sehr ich mich pushe(n kann) selbst wenn kaum Kraft mehr da ist. Madrid hat mir auch gezeigt, dass viel mehr möglich ist wenn mensch wirklich den Drang dazu hat. Ich habe gespürt welche Menschen wirklich zu mir stehen, welchen Menschen mein Wohlbefinden am Herzen liegt und vor allem, dass sie zu jeder Tages- und Nachtzeit für mich da waren, auch wenn viele Hunderte Kilometer und hohe Roamingtarife dazwischen lagen. Besonders für meine Verlustängste war dies eine wunderbare Erfahrung, mich so verbunden und aufgehoben zu fühlen.

Natürlich schmiede ich schon wieder Pläne wie ich aus dieser Situation lernen könnte, was ich machen könnte, um bald wieder auf die Beine zu kommen – sonst wäre ich wohl nicht ich, täte ich das nicht. Aber: ich möchte mir die Ruhe nehmen, die ich mir und die mir die Welt nicht gibt. Und ich werde wieder gesund werden. Und ich werde nichts von all dem bereuen, wie Edith Piaf.

Ich bereue nichts.

von Hexenkessel
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Thursday, 20. november 2008 4 20 /11 /Nov. /2008 20:22
Ich bin wieder in Österreich, seit zwei Wochen oder so.
Ein Neustart, wie die Headline verrät.
Neu ist das Gefühl, keinem Plan zu folgen, völlig ratlos auf die vergangen MOnate und auf die kommende Zeit zu blicken.

Angeblich bricht nun die ruhigste Zeit des Jahres an, für mich genau das Gegenteil. Aber ich möchte den Schlaf der Natur, die Ruhe in der Luft nutzen, um meinen Kopf klar zu bekommen, mein Leben neu zu starten - auch wenn das Erwachen eigentlich erst zum Frühling gehört.
Ich bin gespannt.

Madrid war eine wunderbare Erfahrung. Ich habs überstanden und hab einen wunderbaren Menschen kennengelernt, hab von einigen Menschen gemerkt, wie sehr sie für mich da sind (und welche es nicht sind).
Den Menschen, die mir selbst in Spanien das Gefühl gegeben haben, ganz nah bei mir zu sein und mich zu begleiten, möchte ich hier danken: aus tiefstem Herzen ein liebevolles Danke!

Und nun updaten und Neustart...

von Hexenkessel
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Thursday, 21. august 2008 4 21 /08 /Aug. /2008 21:49
Denn da alle Liebenden
innerlich immer noch Kind
und da die, die reinen Herzens handeln
unsere größten Helden sind
rette ich die Welt
mit deiner Liebe in dir
denn ich bin für dich da
nein, ich bin wegen dir hier
da dir die Fähigkeit zu lieben geblieben ist
und die Kraft zu vergeben ein Bestandteil deines Lebens ist
wurde ich erweckt
und was tief in mir schlief
führt nun Feder und schreibt dir diesen Liebesbrief

ich fiel kopfüber unter Wasser
etwas zog mich nach unten
und ich wäre wohl ertrunken
hätte ich dich nicht gefunden
war am Boden zerstört
wie das den meisten geht
aber du hast mich wiederbelebt
jetzt bin ich hungrig nach Leben
fütter mich mit Erfahrung
jedes Wort von dir ist für mich Nahrung
und auch ich nähr dich
als wär ich für dich unentbehrlich
siehst du mich an
und ich kann
bin ich ehrlich
dir gar nichts versprechen
denn das wäre Betrug
doch du sagst mit nem Lächeln
jetzt und hier ist genug
du bist der Sand im Getriebe der Gedankenmaschine
und ich nehme dich mit
auf einen Nachtflug

[...] Thomas D.

von Hexenkessel
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